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Ad-hoc Analyse (Zahlungsverzuganalyse)

Ziel des folgenden Beispiels soll eine Zahlungsmoralanylse der Kunden sein. Je nach Analyseergebnis können verschiedene Maßnahmen getroffen werden, z.B. könnte den Kunden ein Skonto gewährt werden, um einen schnelleren Zahlungseingang zu erreichen.
Hierbei handelt es sich um ein gutes Beispiel für eine Ad-hoc Analyse. Die Analyse liefert wichtige Informationen für Unternehmensentscheidungen, muss aber nicht häufig in Form eines standardisierten Prozesses durchgeführt werden, da die Ausgangsdaten sich im Zeitablauf kaum ändern. Diese Aussage lässt sich selbstverständlich nur halten, wenn die Rahmenbedingungen konstant bleiben. Eine Änderung der Rahmenbedingungen würden zum Beispiel veränderte Zahlungsbedingungen darstellen, da diese das Verhalten der Kunden beeinflussen könnten.

Es wird davon ausgegangen, dass die Information über die Zahlunsaufforderungen an Kunden in einem System, und die Information über den Zahlungseingang in einem anderem System gespeichert sind. Durch diese Trennung kann keines der Systeme analysieren, wie es um die Zahlunsmoral der Kunden bestellt ist. Annahmegemäß ist die Rechnungsnummer in beiden Systemen vorhanden, wodurch die Informationen in einer Analyse zusammengeführt werden können.

Der erste Screenshot unten zeigt das Ergebnis einer Gesamtanalyse der gestellten Rechnungen. Die Mehrheit der Kunden zahlt im Zeitraum zwischen zwei und vier Wochen. In einigen Fällen lässt der Zahlungseingang über zwei Monate auf sich warten.
Im zweiten Screenshot ganz unten findet sich das Ergebnis dieser Analyse auf Kundenebene. Während Kunde Müller zwar mit durchschnittlich 73 Tagen Dauer zwischen Zahlungsaufforderung und Zahlungseingang Spitzenreiter in dieser Analyse ist, ist dieser Kunde zunächst zu vernachlässigen, da er erst einmal geordert hat. Dahingegen bestellen die nächsten Kunden in gewisser Regelmäßigkeit und scheinen stets recht lange und unter Umständen bewußt mit der Zahlung zu warten.